Die enormen strukturellen Veränderungen, mit denen São Paulo – größte Stadt und wirtschaftliches Powerhouse Brasiliens und mit einer Bevölkerung von über 19 Millionen Einwohnern heute fünftgrößte Stadt der Welt – konfrontiert ist, stellten den Schwerpunkt der Südamerikakonferenz dar. Diese bildet den Abschluss eines einjährigen Projekts, das urbane Trends auf regionaler Ebene in den fünf am schnellsten wachsenden Städten Südamerikas untersucht hat: São Paulo, Rio de Janeiro, Buenos Aires, Bogotá und Lima.
Die Folgen des permanent wachsenden Energieverbrauchs und der zunehmenden Umweltverschmutzung, die exponentielle Zunahme von Autobesitzern sowie die negativen Auswirkungen unkontrollierten Wachstums auf grundlegende urbane Infrastrukturen, wie öffentliche Verkehrsmittel, Wasser- und Abwassersysteme, wurden vor dem Hintergrund zunehmender Governancestrukturen und neuer Formen politischer Intervention analysiert.
Eine Ipsos-MORI-Studie bei der 1.000 Einwohner der Metropolregion São Paulo befragt wurden, befasst sich gezielt mit der Lebensqualität in São Paulo und soll Aufschluss darüber geben, wie aktuelle urbane Entwicklungen von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Ein wichtiges Ergebnis ist, dass die Sichtweise der Öffentlichkeit nicht mit der Sichtweise wichtiger Interessengruppen und Experten übereinstimmt, wenn es um die größten Herausforderungen São Paulos geht. Eindeutige Unterschiede gibt es in der Einstufung der Herausforderungen: „Gesundheit“ und „Kriminalität“ werden von der Öffentlichkeit als größte Herausforderungen angesehen, während für Städteverantwortliche und Experten die Themen „Transport“ und „Wohnen“ die größten Herausforderungen darstellen.